Einfach ausgedrückt verbrauchen Hydrokultursysteme für Pflanzen nur Wasser, Wachstumsmedium und Nährstoffe. Das Ziel hydroponischer Methoden besteht darin, Pflanzen schneller und gesünder wachsen zu lassen, indem die Barrieren zwischen den Wurzeln einer Pflanze und Wasser, Nährstoffen und Sauerstoff beseitigt werden. Obwohl es viele Variationen gibt, entscheiden sich Gärtner normalerweise für eine von sechs verschiedenen Arten der Hydrokultur.
Arten von Hydrokulturgärten
Nachfolgend bieten wir grundlegende Informationen zu verschiedenen Hydrokultursystemen.
- Dochtwirkung ist die einfachste und grundlegendste Art der hydroponischen Gartenarbeit und wurde jahrhundertelang angewendet, bevor hydroponische Gartenarbeit zu einer „Sache“ wurde. Ein Dochtsystem benötigt keinen Strom, da keine Luftpumpe erforderlich ist. Im Grunde nutzt diese hydroponische Methode einfach ein Dochtsystem, um Wasser aus einem Eimer oder Behälter zu den Pflanzen zu leiten. Dochtsysteme sind im Allgemeinen nur für kleine Anlagen wirksam, beispielsweise für eine einzelne Pflanze oder einen kleinen Kräutergarten . Sie sind eine gute Einführung für Kinder oder Anfänger im Gärtnern.
- Auch Deep Water Culture (DWC)-Systeme sind einfach und kostengünstig, können aber auch in größerem Maßstab eingesetzt werden. Bei diesem System werden Pflanzen in einen Korb oder einen Netzbehälter gelegt, wobei ihre Wurzeln in einer Lösung aus Wasser, Nährstoffen und Sauerstoff hängen. Dieses System ist etwas ausgefeilter als ein Dochtsystem und erfordert eine Luftpumpe, um das Wasser in ständiger Zirkulation zu halten. Für große Pflanzen oder solche mit langen Wachstumsperioden ist die Tiefwasserkultur nicht die beste Lösung.
- Aeroponische Systeme sind eher technischer Natur und tendenziell etwas teurer, aber für Hobbygärtner nicht unerreichbar. Die Pflanzen hängen in der Luft und die Wurzeln hängen in einer Kammer, wo sie mit speziellen Düsen mit einer Nährlösung besprüht werden. Viele Menschen bevorzugen aeroponische Systeme, da die Wurzeln mehr Sauerstoff ausgesetzt sind und schneller zu wachsen scheinen als bei anderen hydroponischen Methoden. Allerdings kann ein Stromausfall oder ein Geräteproblem, selbst wenn es nur eine verstopfte Düse ist, katastrophale Folgen haben.
- Hydrokulturgärten mit Tropfsystemen sind relativ einfach und werden häufig von Hausgärtnern und Gewerbebetrieben verwendet. Es gibt eine Reihe von Ausführungen, aber grundsätzlich pumpen Tropfsysteme eine Nährlösung durch einen Schlauch, der an einem Behälter befestigt ist. Die Lösung tränkt die Wurzeln und fließt dann zurück in das Reservoir. Obwohl Tropfsysteme kostengünstig und wartungsarm sind, sind sie für einen kleinen Garten möglicherweise nicht praktikabel.
- Ebbe-Flut-Systeme, manchmal auch Flut- und Abflusssysteme genannt, sind kostengünstig, einfach zu bauen und nehmen nicht viel Platz ein. Einfach ausgedrückt befinden sich die Pflanzen, Behälter und das Wachstumsmedium in einem Tank. Ein voreingestellter Timer schaltet mehrmals täglich eine Pumpe ein und die Nährlösung überflutet über die Pumpe die Wurzeln. Wenn der Wasserspiegel ein Überlaufrohr erreicht, fließt es ab und zirkuliert. Dieses System ist effizient und in hohem Maße anpassbar, um Ihren Anforderungen gerecht zu werden. Ein Ausfall des Timers kann jedoch zu einem schnellen Austrocknen der Wurzeln führen. Ebbe-Flut-Systeme verbrauchen auch große Mengen an Wachstumsmedien .
- Die Nährstofffilmtechnik (NFT) ist ein recht einfaches Konzept, bei dem Pflanzen in Netztöpfen in einem geneigten Wachstumsbeet platziert werden. Das Nährstoffsystem fließt zum Boden des Betts, normalerweise in Form eines Kanals, und dann in ein Reservoir, wo eine Pumpe es durch den Kanal umwälzt. Obwohl es sich bei NFT um eine effiziente Art von Hydrokultursystem handelt, kann ein Pumpenausfall eine Ernte sehr schnell zerstören. Manchmal können überwucherte Wurzeln den Weg versperren. NFT eignet sich gut für Salat , Gemüse und andere schnell wachsende Pflanzen.